Aktionen - Schuljahr 20/21

Urlaub - Reisen - Packen

Nach einem in vielerlei Hinsicht "außerordentlichen" Schuljahr haben sich alle tolle Ferien verdient - Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen! Voller Vorfreude denken wohl die meisten ans Packen und Reisen. Auch die 9 c hat sich in Deutsch schreibend mit dem Thema "Urlaub - Reisen - Packen" beschäftigt. Lassen wir uns von den Texten und Fotos einiger Schülerinnen in die Ferien geleiten!

Erholsame Ferien, schöne Reiseerlebnisse und bunte Urlaubsträume wünschen Ihnen Nelly Schempp und die Klasse 9 c

 

An`s Meer

Endlich, nach den letzten Tagen, an denen wir alles für unseren Urlaub geplant und gepackt haben, und nachdem das lange, anstrengende Schuljahr endlich vorbei ist, sitzen wir im Auto.  Juhu! Papa am Steuer und schaltet das Navi an, Mama auf dem Beifahrersitz und mein großer Bruder neben mir. Es wird eine lange Fahrt, aber wir sind noch alle motiviert und freuen uns riesig darauf, anzukommen. Papa löst die Bremse und los geht’s. Da mir bei langen Autofahrten immer langweilig wird, steck ich mir meinen Kopfhörer ins Ohr und vibe zum neuen Album von Louis Tomlinson. Krass! Es sind schon 2 Stunden vergangen und langsam bekomme ich Hunger und muss aufs Klo. „Knurr.“ Mhhh… meine Mama reicht mit eine saftigen, frischen Apfel und einen Orangensaft. Lecker! Das tut so gut und ist richtig erfrischend nach der langen Strecke, die wir bis jetzt gefahren sind. Ich geh noch schnell aufs Klo, pfuii es stinkt, aber besser als in die Hose zu machen hihi, also rein und ganz schnell wieder raus. Schon sitz ich wieder im langsam warm werdenden Auto und weiter geht’s. Ich schaue einen Film: „3 Schritte zu Dir“, ich habe den Film schon etliche Male gesehen und dennoch spüre ich wieder salzige Tränen meine Wange runterlaufen und schmecke sie an meinem Mundwinkel. Der Film ist vorbei und schon fahren wir wieder die nächste Ausfahrt raus, um eine Pause zu machen. 200 Kilometer noch! Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr ich mich darauf freue, die brennende Sonne auf meiner Haut und das kühle Meerwasser an meinen Füßen zu spüren. Ich bin tatsächlich eingeschlafen und als ich aufwache, stehen auf dem Navi nur noch *20* Kilometer, bis wir da sind. Die letzten Minuten beobachte ich die wunderschöne Landschaft an der wir vorbeifahren und mache das Fenster ein Stückchen auf, um den Geruch der Felder, Bäumen und Blumen aufzunehmen. Ich kanns noch immer nicht glauben, ahh! Wir sind in unserem Hotel, das direkt am Meer steht, angekommen. Ich freue mich so sehr auf die nächsten Tage…

Anna Greschner 9 c

 

An einem Tag wie diesem

An einem Tag wie diesem bin ich immer sehr gestresst. Wieso? Meine Mutter fragt nochmal und nochmal, ob ich denn schon meine Sachen für die Reise am nächsten Tag gepackt habe. „Natürlich nicht!“, denke ich mir dann immer. Ich werde nicht gern gehetzt. An einem Tag wie diesem will ich immer mein Zimmer aufräumen, auch wenn ich eigentlich packen sollte. Aber natürlich mache ich dann keins von beiden Sachen. „Das klappt schon noch“, sage ich mir und am Ende bin ich dann doch wieder im Stress und vergesse die Hälfte. Typisch! Man könnte meinen, ich lerne daraus, wiederhole nicht Jahr für Jahr meine Fehler und sitze am Ende verzweifelt um drei Uhr nachts in meinem Zimmer und frage mich aufs Neue, wieso ich alles immer wieder aufschiebe. Ich funktioniere nicht gut unter Druck und trotzdem gehe ich immer mit derselben Vorgehensweise an das Thema Packen ran. An einem Tag wie diesem sage ich mir: „Das werde ich schon noch rechtzeitig hinbekommen, nur kein Stress.“ Wenn ich es dann schaffe, mich aufzuraffen und meinen Koffer zu packen, stell ich mir immer dieselben Fragen. „Wie warm wird es eigentlich? Sollte ich auch wärmere Sachen einpacken?“ Wieso sollte jemand mit einem gesunden Menschenverstand Pullover und lange Hosen für einen Italienurlaub im Hochsommer mitnehmen? Fragt mich nicht, denn ich tu das jedes Mal aufs Neue. Obwohl ich ja eigentlich schon weiß, dass ich sie nicht mal aus meinem Koffer packe – sie werden nie Verwendung finden. Aber so bin ich nun mal. Wenn meine Klamotten verstaut sind, landen in einer anderen, kleineren Tasche meine Kopfhörer. Mein Handy habe ich ganz bewusst in der Hosentasche. Kurz vor der Abreise fallen mir immer mindestens 3 verschiedene Dinge ein, die ich ja eventuell im Urlaub brauchen könnte. Und dann doch nie verwende. Und die Sache, die ich brauche, vergesse ich sowieso zuhause. An einem Tag wie diesem habe ich mich satt. Ich sehe die genervten Gesichter meiner Eltern, wenn ich mich schon zum sechsten Mal von meinen Katzen verabschiede. Sollen die doch genervt von mir sein, vielleicht kann ich dann ja zuhause bleiben und weiterschlafen… oder ich mach mich auf in meine eigene, meine erträumte Urlaubsreise?

Lya Podhorny 9 c

 

 

Meine erträumte Urlaubsreise

Es ist still, kein Vogelgezwitscher, keine Autos, keine nervigen Baustellengeräusche oder durcheinanderredende Menschenstimmen. Niemand will etwas von mir, niemand kennt mich. Ich bin auf meiner ganz eigenen Urlaubsreise - allein. Früh morgens, wenn noch nicht mal die Sonne aufgegangen ist, geht meine Reise los. Kein Stress, kein Druck, früh genug zu packen, keine Sorgen. Ob ich vielleicht doch etwas Wärmeres mit einpacken hätte sollen? Ich habe nur einen Rucksack, mit einer Kamera, einer Flasche Wasser und meinem Lieblingsbuch. Geld habe ich auch dabei, aber hoffentlich werde ich es nicht brauchen. Mein Handy habe ich nur zum Musikhören mitgenommen. Niemand kann mich so erreichen, keine Anrufe oder Nachrichten. Gut so. Ich habe niemandem Bescheid gesagt, dass ich gehe oder wohin. Ich weiß es nämlich selber nicht. Ich laufe einfach nur weiter in den Wald hinein, in welche Richtung genau? Keine Ahnung. Wann ich wieder nach Hause zurückkomme? Weiß ich auch nicht. Vielleicht nie… Aber so habe ich mir meine Urlaubsreise erträumt. Keine Sorgen. Kein Stress beim Packen. Nur ich, alleine, so wie ich es mir manchmal vorstelle, wenn mich der Stress des Lebens, des Alltags wieder wünschen lässt, ich wäre alleine im Wald. Auf dem Weg in meine erträumte Urlaubsreise.

Lya Podhorny 9 c

 

 

Urlaubsfahrt

Puhhhh! Endlich können wir losfahren. Ich sitze schon in unserem Auto, es ist groß und grau, aber die Marke weiß ich nicht, interessiert mich auch nicht. Wir wollten schon vor einer Stunde auf dem Weg sein. Typisch Vater, er muss alles doppelt und dreifach abchecken. Aber jetzt geht’s ja los, besser spät als nie! Zum Glück habe ich meine Airpods dabei, das Geschwafel von meinen Geschwistern kann ich mir echt nicht geben, die sind immer so laut. „Starships“ - GEIL! Ich liebe diesen Song, genau das brauch ich auf der langen Fahrt. 10 Stunden. Neeiiin! Und auch noch die ganze Zeit in diesem heißen Auto, es sind gefühlte 1000 °C. Ich schwitze, und das zwar dolle. Die Luft ist einfach nur verbraucht. Ich schaue in den strahlend blauen Himmel, keine einzige Wolke. Die Sonne brennt auf den heißen Asphalt der B 30. Noch 4 Stunden, dann sind wir da! Oh Gott, noch so lange. Zum Glück habe ich die letzten 2 Stunden geschlafen, so vergeht die Zeit wie im Flug.  Mir kommt der Geruch von Salami in die Nase. Bäh! Ist ja ekelhaft. Aus dem Augenwinkel nehme ich meinen Bruder wahr, wie er genüsslich in sein belegtes Brötchen beißt. Stimmt, ich habe ja noch mein Obst, welches ich mir heute Morgen extra geschnitten habe. Ich habe einen mordsmäßigen Hunger! Das gönn ich mir jetzt. Meine Geschmacksknospen entfalten sich. Lecker! Ich liebe Wassermelone. Doch plötzlich spüre ich, dass sich unser Auto nicht mehr fortbewegt. Nein, Stau! Doch nicht jetzt, so kurz vor dem Ziel. Ich sehe, wie auf dem Navi nur noch 30 km stehen. Allmählich steigen meine Vorfreude und auch die Aufregung…

Das erste, was ich machen werde, ist, mich strecken. Ich habe überall Schmerzen, wie man sie nach einer langen und anstrengenden Autofahrt hat. Danach renn´ ich sofort zum Strand. Ich will den weichen Sand an meinen Füßen fühlen und die angenehme Wärme der südlichen Sonne auf meiner noch blassen Haut spüren. Jetzt schon weiß ich: Das wird der beste Urlaub, den ich je haben werde. 

Rosanna Kellerer 9 c

 

Typische Reisevorbereitungen

Ich kann es kaum glauben: Morgen geht es los. Morgen um diese Zeit werde ich am Strand in Italien sitzen und einen leckeren Ananassaft schlürfen. Morgen… Doch jetzt muss ich meine Koffer vom Dachboden holen. Die Dachbodenluke öffnet sich schwer. Ich klappe die hellbraune Holztreppe auf, die etwas quietscht und klettere hoch, darauf bedacht, nicht direkt runterzusehen, da ich ein wenig Höhenangst habe. Nach kurzem Suchen finde ich meinen mittelgroßen roten Koffer neben dem Plastiktannenbaum und anderem Krempel. Ich puste und klopfe auf den Koffer, da er ganz verstaubt ist, das ist jedoch keine gute Idee, denn im nächsten Moment entsteht eine große Staubwolke. Ich muss kurz niesen und husten, dann geht es wieder und ich hieve meinen Koffer die Treppe runter. Als ich unten wieder ankomme, jucken meine Nase und nun auch meine Augen, deshalb wische ich mit meinem Handrücken über das Gesicht und bücke mich. Um den Koffer nicht in mein Zimmer tragen zu müssen, drücke ich auf einen schwarzen Knopf, der mit einem leisen Klicken einen Griff ausfährt. In meinem Zimmer hebe ich den Koffer auf mein großes, gemütliches Bett und öffne ihn. Nun stellt sich mir wie immer die Frage, wenn ich den Koffer packe, was und wie viel soll ich einpacken? Allzuviel passt in den Koffer nicht rein und zu wenige Klamotten würden definitiv ein Problem darstellen! Ich entscheide, einfach das einzupacken, was mir besonders gut gefällt und öffne meinen Schrank. Konzentriert schaue ich die einzelnen Stapel durch und überlege angestrengt, welche Teile mir besonders gut stehen. Ich entscheide mich für ein paar bunte T-Shirts, kurze Jeanshosen, zwei Kleider und eine dünne Jacke - für kühlere Abende. Sorgfältig und platzsparend packe ich die Kleidungsstücke in den Koffer, plötzlich fällt mir ein, dass das Wichtigste fehlt. Mein Badeanzug. Ich öffne auf den Zehenspitzen eine der oberen Türen meines riesigen Kleiderschrankes und wühle mit einer Hand darin rum. Plötzlich spüre ich den Elastanstoff an meinen Fingern und ziehe daran. Zum Vorschein kommen zwei Badeanzüge, der eine ist dunkelblau und der andere schwarzweiß gepunktet. Schnell werfe ich die beiden zu meinen restlichen Sachen und lege mich rücklings auf das Bett. Ich liebe es, in den Urlaub zu fahren. Wenn ich nur daran denke, fängt es in meinem Körper an zu kribbeln. Auf geht’s!

Lilli Pfeifer 9 c