Aktionen - Schuljahr 15/16

Schülerbücherei hat regen Zulauf

Die Realschule Weißenhorn bietet seit vielen Jahren ein umfangreiches Lektüreangebot für alle Jahrgangsstufen an. Genutzt wird es vor allem von jüngeren Schülern und Schülerinnen sehr gern – aber auch Jugendliche lassen sich ab und zu blicken – typisch, dass die Lesebereitschaft in der Pubertät einbricht! Dieses Schuljahr findet die Ausleihe immer montags und mittwochs in der großen Pause statt – trotz der improvisierten Unterbringung im Container treffen sich hier die Kinder und Jugendlichen ganz entspannt, lassen sich beraten, blättern, plaudern und teilen ihre Begeisterung fürs Lesen. Möglich gemacht wird dies durch einige engagierte Helferinnen und Helfer, die zum Schülerbüchereiteam gehören. Danke an euch und: Wir freuen uns auf alle Besucher!

Lesen und Vorlesen – warum eigentlich (nicht)?

Geschichten hört eigentlich jeder gern. Wir machen an der Schule immer wieder die Erfahrung, dass die Schülerinnen und Schüler selbst in der 10. Klasse noch aufmerksam zuhören, wenn ihnen eine Geschichte vorgelesen wird.

Einfach zusammengefasst besagen Ergebnisse der Vorlesestudie 2015, die im November 2015 von der Stiftung Lesen veröffentlicht wurden:

-           Vorlesen stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind.

-           Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, gehen lieber in die Schule und sind erfolgreicher, haben bessere Noten.

-           Vorleseerfahrene Kinder sind fantasievoll im Spiel, interessieren sich für andere und sind verlässliche Freunde, sie entwickeln sich sozial kompetent.

Zu schön, um wahr zu sein?

Nun könnte diese soziale Kompetenz auch andere Ursachen haben, etwa Erfahrung im Umgang mit kleineren Geschwistern, Freizeitaktivitäten oder die Pflege eines Haustiers. Doch auch nach allen Möglichkeiten, dies gegenzuchecken, schnitten am Ende stets die Kinder mit der Vorlese-Biografie am besten ab.

Wer selbst gern vorliest, kann sich das vorstellen: Kinder, die früh und oft Geschichten hören, lernen, sich in andere hineinzuversetzen, sie können mit Perspektivwechseln umgehen, auch die Folgen von Handlungen einschätzen

Regelmäßiges Selber-Lesen schult natürlich auch den Ausdruck, bereichert den Wortschatz, hilft dabei, Sprachfehler jeglicher Art zu verhindern und verbessert die Rechtschreibung. Lesen sorgt für bessere Noten – und das nicht nur in Deutsch, denn wer Texte – welcher Art auch immer – „gut“ lesen und verstehen kann, hat Vorteile beim Lernen – egal, um welches Fach, um welche Lebensphase es geht.

Nach diesem Plädoyer fürs Lesen stellt sich natürlich vor allem eine Frage:

Wie erreiche ich, dass mein lesemuffeliges Kind das Lesen dennoch zu einem festen Bestandteil des Alltags macht? Es lohnt sich – zu jeder Zeit – immer wieder einen Versuch zu starten, das Lesen für unsere Kinder attraktiv zu machen und zu halten.

Wir in der Schule versuchen vielfältige Anreize zu bieten:

-           die Lesestunde in der 5. Klasse,

-           Schullektüren in fast jeder Jahrgangsstufe,

-           Buchvorstellungen, Rezensionen, Empfehlungen selbst verfassen,

-           Lesenächte,

-           die Schülerbücherei,

-           Autorenlesungen…

Die Klasse 6 a hat sich eine Zeitlang intensiv mit diesem Thema beschäftigt, dabei eine kleine Umfrage entworfen und ausgewertet, eine Buchhandlung besucht (siehe Bericht) und Buchempfehlungen verfasst, die jetzt in der Schülerbücherei hängen (siehe Fotos).

Die Schülerumfrage (ca. 50 Befragte - davon jeweils die Hälfte männlich bzw. weiblich) ergab Überraschendes und Interessantes:

  • Menschen lesen dann nicht, wenn und weil sie keine Zeit dafür haben – erst an zweiter Stelle wird genannt, dass TV, Handy und Co attraktiver sind. Auch andere interessante Hobbys halten Leute vom Lesen ab.
  • Am liebsten gelesen werden spannende Bücher! Danach rangieren witzige und romantische Lektüren.
  • Männer und Frauen lesen gerne Krimis, aber auch so genannte „All-Age-Literatur“ – also Bücher wie der Bestseller von John Green „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“.
  • Die meisten Bücher werden gekauft, ausgeliehen oder geschenkt – getauscht wird so gut wie nie!
  • Nur jeder fünfte der Befragten ist Vielleser, alle anderen lesen eher selten.
  • Am liebsten gelesen wird abends – im Bett oder auf dem Sofa, und natürlich im Urlaub.

Nelly Schempp

 

Besuch der Klasse 6 a in der Buchhandlung Schlegel

Am Montag, 30.11.2015, besuchten wir Schüler und Schülerinnen der Klasse 6a mit unserer Deutschlehrerin Frau Schempp die nahe gelegene Buchhandlung Schlegel. Nach der herzlichen Begrüßung durch Frau Schlegel setzten wir uns und stellten Fragen, die wir uns zuvor im Unterricht überlegt hatten. Wir erfuhren z.B., dass die Buchhandlung seit etwa 30 Jahren existiert. Auf unsere Frage, ob es Altersangaben bei Büchern wie bei Filmen gibt, bekamen wir die Antwort, dass es keine Beschränkungen gibt, sondern die Buchhändler könnten nur sagen, was für uns geeignet sei. Frau Schlegel meinte, dass es in Deutschland ca. 4000 Buchhandlungen gibt. Um Buchhändler zu werden, muss man eine Lehre machen. Jedes Jahr gibt es im Frühjahr und im Herbst eine Buchmesse, wo Buch-Neuheiten vorgestellt werden. Einige Autoren und Autorinnen kennt die Besitzerin des Buchladens von Lesungen oder Buchmessen. Nachdem Frau Schlegel geduldig und ausführlich alle Fragen beantwortet hatte, stöberten wir in der Buchhandlung. Neben Büchern fanden wir Kalender, Kuscheltiere, Aufkleber, Taschen und anderen Krimskrams. Nach einer Stunde liefen wir zurück in die Schule und stellten fest, dass sich der Ausflug gelohnt hatte.

Mirjam  Fröhler, 6 a