Die Tiere und der Weltfrieden

Theater der Weißenhorner Realschulen: Die Tiere und der Weltfrieden

Von Matthias Sauter | 

Vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat Schriftsteller Erich Kästner seinen politisch motivierten Roman „Die Konferenz der Tiere“ veröffentlicht. Dank vieler Verfilmungen, Vertonungen und Inszenierungen ist das Werk noch heute bekannt. Die große Theaterfassung des Hamburger Schriftstellers und Theatermachers Sven j. Olsson haben in den vergangenen Monaten rund 100 Schüler der städtischen Realschule Weißenhorn in ihrer Freizeit einstudiert. Am Wochenende gab es drei beeindruckende Aufführungen mit starken Botschaften in der Fuggerhalle.

 Die Geschichte:  Löwe Alois, Elefantendame Onida und Giraffin Leopoldine treffen sich in lockerer Atmosphäre zu einem Abendessen, als Sitzgelegenheiten dienen Liegestühle und Gymnastikbälle. Vor der Bühne toben sich Kinder aus, die Schulband stimmt den Schlager „Schön ist es auf der Welt zu sein” an. Doch schnell verfinstert sich die Atmosphäre: Aus Zeitungen erfahren die Tiere von Kriegen und Krisen und berufen eine Konferenz ein.

 „Die Menschen sollen zur Vernunft kommen, es muss endlich Frieden herrschen”, betonen die Tiere. Zur Konferenz nach Kapstadt reisen Tiere aus aller Welt. Um die Menschen zu einer Einigung zu zwingen, vernichten sie die Akten einer zeitgleich stattfindenden „Konferenz der Menschen”. Außerdem fressen Motten die Uniformen der Regierungsvertreter auf. Nachdem die ersten Maßnahmen nichts bringen, entführen die Tiere die Menschenkinder. Die Erwachsenen unterschreiben einen Vertrag: Alle Grenzen werden aufgehoben und Waffen abgeschafft.

Die meisten Schauspieler aus den Musiktheaterklassen 5a, 5b und 6a der Realschule sind zum ersten Mal bei einer großen Aufführung aktiv dabei. Trotz Lampenfieber meistern sie ihre Rollen fabelhaft. Einer der Stars auf der Bühne ist die zwölfjährige Luise Marie Kuderna als Elefantendame Onida: „Ich schlüpfe gerne in andere Rollen. Schauspielen und Singen machen mir total Spaß.” Die Sechstklässlerin hat in den vergangenen Monaten jeden Tag drei Sätze ihres Textes auswendig gelernt und freut sich über die positive Resonanz der Besucher. Zufrieden sind auch die Geschwister Leonie und Niklas Schmid, die als Giraffin und Löwe mitwirken. „Das Theaterprojekt ist eine ganz neue Erfahrung für uns”, sagt Niklas.

 Mit der Aufführung des Romans möchte Projektleiterin Krimhilde Dornach auf die weltweiten Unruhen aufmerksam machen. „Das Stück könnte gar nicht aktueller sein”, ergänzt Schulleiter Hubert Miesauer. Die Realschüler sollen laut der Projektleiterin lernen, selbstkritisch zu denken und in einer digitalen Welt auf seriöse Informationsquellen zu setzen. Das Theaterstück biete für Kinder eine ideale Möglichkeit, sich „harter Kost und schwierigen Themen“ künstler- und spielerisch  zu nähern.

Quelle: http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/die-tiere-und-der-weltfrieden-14937956.html

 

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