Aktionen - Schuljahr 16/17

Mit der Sammelbüchse dem Naturschutzbund vor Ort helfen

Von Stefan Czernin | 

Eine Woche lang sammeln Weißenhorner Realschüler an der Haustür Spenden. Damit werden unter anderem alte Obstsorten kultiviert.

Es hat in Weißenhorn und Umgebung schon Tradition: Eine Woche lang ziehen die Schüler der 5. und 6. Klassen der Realschule Weißenhorn Ende Juni, Anfang Juli mit der Sammelbüchse von Haustür zu Haustür und sammeln Spenden für den BUND Naturschutz. Immer zu zweit oder zu dritt und vorzugsweise im Bereich des eigenen Zuhauses. Insgesamt an die 200 Jungen und Mädchen.

Und das seit mittlerweile mehr als 20 Jahren. Und in diesem Zeitraum ist einiges zusammengekommen: „Vor zwei Jahren haben wir die 100.000-Euro-Grenze  geknackt“, sagte Gabi Schneider bei der offiziellen Spendenübergabe. Knapp 3000 Euro kommen dieses Jahr dazu. Die Lehrerin unterrichtet die 6. Klassen in Biologie. Und sie ist stolz auf das Engagement ihrer Schüler. Für sie war die diesjährige Sammelaktion eine besondere: Gabi Schneider geht nach mehr als 30 Jahren an der Weißenhorner Realschule in den Ruhestand. Die Spendenaktion läuft weiter.

Die Vertreter des BUND Naturschutz kommen gerne an der Realschule vorbei. Wegen der Spenden, zum einem.  „Die Weißenhorner Realschule  nimmt seit 20 Jahren eine Spitzenposition ein, sie ist ein verlässlicher Partner“, sagte Kreisvorsitzender Wolfgang Döring. „Das ist eine tolle Leistung und hängt auch mit dem Engagement der Lehrer zusammen.“

Zum anderen nimmt der BUND Naturschutz die Gelegenheit gerne wahr, den Schülern die heimischen Tiere und Pflanzen näherzubringen und das Interesse an der Natur zu wecken. Kreisgeschäftsführer Bernd Kurus-Nägele – die Kreisgruppe Neu-Ulm zählt etwa 2000 Mitglieder – übernimmt dafür die Rolle des Aushilfslehrers und berichtet in den 5. Klassen unter anderem für welche Projekte das gesammelte Geld eingesetzt wird. „Der praktische Naturschutz fängt vor der Haustür an.“ Etwa beim Obstwiesen-Lehrpfad in Weißenhorn. Dort finden sich alteingesessene, heimische Apfel-, Birnen- und Zwetschgensorten.

Die Pflege des Lehrpfads ist recht aufwendig und mit Ausgaben verbunden. Die Bäume müssen geschnitten, die Wiese gemäht werden. Der Abtransport und die Entsorgung des Grünguts kosten Geld.

„Wir sind auch ein Landschaftspflegeverband“, erklärte Vorsitzender Döring. Es gehe darum, die Natur erlebbar zu machen. Auch die Umweltpädagogik spiele eine wichtige Rolle. Auch den Jungen und Mädchen der Realschule wird die Natur nicht nur im Klassenraum nähergebracht, sagte Biolehrerin Gabi Schneider. So ging es für die 8. Klassen vor nicht allzu langer Zeit an die Roth und den Gutterweiher.

Foto: Lea Kronmüller

Quelle: http://www.swp.de/ulm/lokales/kreis_neu_ulm/mit-der-sammelbuechse-dem-naturschutz-vor-ort-helfen-15481462.html