Schülermediation von Schülern für Schüler

Hallo liebe Schüler der 5. und 6. Klasse

Schnell kann es gehen: ein falsches Wort, ein kleines Missverständnis, und ein handfester Streit ist vorprogrammiert. Die Fronten sind verhärtet, keiner weiß so recht mit der Situation umzugehen. Ein Jeder kann sich einmal in so einer Lage befinden. Genau dann ist es ratsam, sich an  neutrale Personen zu wenden, die beiden Streitenden dabei unterstützt, eine Lösung zu Finden. 

Für diesen Fall steht im Zimmer der OGS (offene Ganztagsschule) ein freundliches Mediations-Team zur Verfügung. Ein Schuljahr lang haben sich freiwillig Schüler aus der 9. Klasse in die Methoden der Mediation, also Streitschlichtung, eingearbeitet. 

 

So empfangen die Mediatoren in der ersten Pause von Di bis Do diejenigen, die sich freiwillig für ein Mediationsgespräch entschieden haben, um die beiden Streitenden auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung zu unterstützen.

 Wir Schulmediatoren sind

. . . neutral und unparteiisch, d. h. wir halten zu keinem von euch.
. . . verschwiegen, d. h. wir erzählen nichts weiter.
. . . Schlichter, keine Richter, d. h. wir verurteilen niemanden.
. . . Zuhörer und Helfer.
. . . Friedensstifter.
. . . engagiert, d. h. wir opfern unsere Freizeit dafür.
. . . bemüht, d. h. wir versuchen unser Bestes für euch zu geben.
. . . dafür professionell ausgebildet.

Nach einem Streit helfen wir euch…

… mit einem freiwilligen Gespräch nach festgelegten Regeln.
… und sind unparteiisch und verschwiegen.
… und suchen eine friedliche und zufriedenstellende Lösung ohne Verlierer.
… und treffen gemeinsam gefundene Vereinbarungen und Zielsetzungen.
… ohne, dass wir Erwachsene miteinbeziehen.

 

Ansprechpartner: Frau Krüger

Logo für die Schulmediation an unserer Schule

Warum eine Orange im Logo?

Die Grundlage der Schulmediation ist die Methode des sachbezogenen Verhandelns. Entwickelt wurde dieses Konzept von den Professoren Roger Fisher und William Ury an der Harvard Universität.
Mit dieser Methode helfen wir den Konfliktparteien eine konstruktive und friedliche Einigung zu erzielen. Ziel des Harvard-Prinzips ist es, Sach- und Beziehungsebene zu trennen. Dabei arbeiten wir Schulmediatoren die unterschiedlichen Interessen heraus und suchen gemeinsam Entscheidungsalternativen.
Das Harvard Konzept zeichnet sich im Wesentlichen dadurch aus, dass es den „klassischen“ Verhandlungskompromiss überwindet und Lösungen sucht, die für beide Seiten ein gleichwertiger Gewinn (Win-Win- Situation) sind. Dieses Prinzip wird sehr häufig anhand der einleuchtenden „Orangen Geschichte“ veranschaulicht.

Zwei Kinder gerieten miteinander in Streit, weil jedes von ihnen die letzte Orange haben wollte. Die Mutter verfolgte eine Zeit lang den immer heftiger werdenden Zank. Schließlich wurde es ihr “zu bunt”. Sie nahm die Orange, schnitt sie ganz “gerecht” in zwei Teile und gab jedem der Kinder eine der Hälften.

Aber: statt sich zu freuen zogen die Kinder beide ein langes Gesicht. Als später die Mutter mit den Kindern über den Vorfall sprach, erfuhr sie, dass eines der Kinder die Orangenschale für einen Kuchen haben wollte, das andere Kind dagegen den Orangensaft auspressen wollte.

Hätte also die Mutter zuvor die Kinder nach ihren Interessen (“…warum willst du die Orange haben…”) statt nach ihren Positionen (“…ich will aber die Orange haben…”) gefragt, hätte der Streit der beiden Kinder sich schnell “in Luft auflösen” können! Beide wären aus dem Konflikt als “Gewinner” hervorgegangen.